Pflegekurs Demenz, Pflege-WG und Trauergruppe

Pflegekurs Demenz, Pflege-WG und Trauergruppe

Der Caritasverband für das Dekanat Meißen e.V. erweitert in Riesa seine Angebote insbesondere für Menschen mit Pflegebedarf und deren Angehörige und bietet zudem eine neue Form der Trauerbewältigung an. Die Angebote sind weitgehend in anderen Regionen des Dekanats erprobt und sollen nun auch den Menschen im Altkreis Riesa zugänglich gemacht werden. (mehr …)

Fördermittel für Christliches Kinderhaus St. Martin

Fördermittel für Christliches Kinderhaus St. Martin

Am 10. Februar erhielt das Christliche Kinderhaus St. Martin der Caritas in Coswig einen Förderbescheid aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“. Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler und Staatssekretär Herbert Wolff, Sächsisches Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft, übergaben den Bescheid an Geschäftsführerin Astrid Winkler und Vorstandsvorsitzenden Günther Oertelt. Die Förderhöhe beträgt 900.000 Euro; die verbleibenden Kosten bringt der Caritasverband für das Dekanat Meißen e.V. auf.

 

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Offenes Treffen für Trauernde in Riesa

Am Dienstag, den 17. Januar um 16.30 Uhr können Trauernde, die einen nahestehenden Menschen verloren haben, unabhängig von ihren religiösen oder weltanschaulichen Auffassungen in einem geschützten Rahmen mit ausgebildeten Trauerbegleiterinnen und anderen Betroffenen ins Gespräch zu kommen.
Zu diesem offenen Treffen lädt der Caritasverband Meißen e.V. in Riesa in die Räume der Katholischen Pfarrei, Lessingstr. 9, ein.
Nähere Informationen unter Tel. 03525 503619 und www.caritas-meissen.de.

 

Sterbende sensibel begleiten

Der Ökumenische Hospiz-und Palliativberatungsdienst des Caritasverbandes Meißen e.V. lädt am 30. November zu einem öffentlichen Vortrag ein. Beginn ist 19.30 Uhr im Saal der Diakonie-Tagespflege „Altes Amtsgericht“, Meißner Str. 41. Gundula Seyfried, Dozentin für Hospiz und Palliativ Care sowie langjährige Leiterin des Stationären Hospizes in Herrnhut, spricht zum Thema „In Ruhe sterben – Begleitung sterbender Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen“. (mehr …)

Caritas dankt für 20 Jahre Verbandsarbeit

 

Mit einer Dankandacht und einem Festakt feierte der Caritasverband für das Dekanat Meißen e.V. am 9. September im Meißner Rathaus sein 20jähriges Bestehen. Vorstand, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter blickten gemeinsam mit geladenen Gästen aus Kirche, Kommunalpolitik und Wirtschaft auf die vergangenen Jahre zurück.

 

Bischof predigt

 

In seiner Predigt würdigte Bischof em. Joachim Reinelt besonders das ehrenamtliche Engagement in den Diensten, welches auch in einer Wohlstandsgesellschaft nicht kaputt gegangen sei. Die Mitwirkenden geben Zeit, schenkten Aufmerksamkeit und widmeten sich mit Empathie dem Nächsten zu. „Schenken, Lieben und für einander Beten macht auch selber glücklich,“ so der Bischof. (mehr …)

Caritasverband Meißen e.V. feiert 20jähriges Bestehen

 

Caritas gehört zur KircheMit einem Festakt im Meißner Rathaus feiert der Caritasverband für das Dekanat Meißen e.V. am 9. September sein 20jähriges Bestehen. Der Verein wurde am 20. April 1996 gegründet und bündelt die sozialen Aktivitäten der katholischen Kirche in der Region um Elbe und Mulde.

Heute sind die Mitarbeiter für mehr als 1.600 Rat- und Hilfesuchende jährlich tätig. Astrid Winkler, die Geschäftsführerin des Meißner Caritasverbandes, verweist auf die vielfältigen Dienste und Einrichtungen: „Unsere Unterstützung richtet sich an Menschen jeden Alters und verschiedenster Lebenslagen – von der Betreuung der Krippenkinder bis zur persönlichen Begleitung am Ende des Lebens.“ (mehr …)

Wie funktioniert Schuldnerberatung?

Wenn das Konto ständig im Minus ist, oder wenn die fristlose Kündigung der Wohnung droht, dann sind die Schuldnerberater der Caritas wichtige Ansprechpartner. Ihre Beratung ist immer individuell auf den Einzelfall bezogen – je nach den Anliegen und Bedürfnissen der Ratsuchenden. Daher können Sie in diesem Beitrag nur beispielhaft einen kleinen Einblick in die Arbeit der Beratungsstelle bekommen.

Die Ursachen sind vielschichtig

In den offenen Sprechzeiten in Meißen und in Radebeul werden zunächst die dringlichsten Punkte besprochen oder notwendige Erstmaßnahmen in Angriff genommen. Eine von ihnen ist die geschiedene Ehefrau, die bereits fünf Jahre mit den Schulden leben musste, die sie früher gemeinsam mit ihrem Mann gemacht hatte. Nicht selten ist eine zerbrochene Partnerschaft der Grund für die Überschuldung. Nur einen Auslöser zählen die Berater häufiger: Arbeitslosigkeit. Denn wenn ein Einkommen wegbricht, ist es sehr schwer, alle Ausgaben bestreiten und die Kredite bedienen zu können.

Wie bei der jungen Familie, die an diesem Tag ebenfalls auf einen freien Berater wartet. Obwohl der Vater arbeiten geht, ist sie auf Arbeitslosengeld II angewiesen. Einfacher wäre es, wenn die Eheleute eher in die Beratung gekommen wären. Nun soll in zwei Tagen der Strom abgeklemmt werden. Und dem Auto, das für die Arbeit dringend benötigt wird, droht die Zwangsstilllegung, weil die Versicherungsbeiträge noch offen sind.

Um das Fahrzeug geht es auch bei dem Rentner, der berichtet, bereits zweimal vor der Tür der Beratungsstelle gestanden zu haben und dann aus Scham doch wieder umgekehrt zu sein. Als er noch berufstätig war, lief alles bestens. Aber nun ist die Schlussrate für die Autofinanzierung fällig. Und auch der Kredit, mit dem er sich das Dach von seinem in die Jahre gekommenen Haus erneuert hatte, will von der geringen Rente bezahlt sein. Er ist bei weitem nicht der einzige ältere Ratsuchende. 13 % sind mittlerweile über 60 Jahre alt. Bereits seit vier Jahren stellen die Berater einen besorgniserregenden Anstieg fest.

Während der Rentner sich erleichtert von der Beraterin verabschiedet, wartet bereits der nächste Klient. Der wollte sich eigentlich mit der Selbständigkeit aus der Langzeitarbeitslosigkeit freikämpfen. Dann hatten ihm die private Krankenversicherung und das Finanzamt mit ihren Forderungen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt muss er wieder mit Arbeitslosengeld II auskommen. Er zählt zu den vielen der Beratenen, die wegen einer gescheiterten Selbständigkeit in den Schuldenstrudel geraten sind.

Die kostenfreie Beratung können Einwohner des Landkreises Meißen nutzen, die in eine wirtschaftliche Schieflage geraten sind, oder deren Existenz gefährdet ist. So trifft kurz vor Ende der Sprechzeit noch ein 25jähriger ein. Sein Anliegen ist nicht ganz klar, das Jobcenter habe ihn geschickt. Aber er möchte nicht, dass Vodafone ihm das neue Samsung Galaxy sperrt. Etwas später stellt sich heraus, die Staatsanwaltschaft droht mit Haft, weil er die verhängte Geldstrafe nicht zahlt.

Damit es soweit nicht erst kommen muss, organisieren die Berater jedes Jahr Präventionsveranstaltungen. Im vergangenen Jahr informierten sie Schüler einer 9. Klasse bis hin zu Senioren über Verbraucherfallen und Überschuldungsrisiken.

Im Mittelpunkt steht der Mensch

In den Beratungsstellen sind es meist existenzielle Notlagen, mit denen die vier Berater konfrontiert werden. Auch wenn es immer um zu geringes Einkommen und zu hohe Forderungen geht, für sie steht der Mensch hinter den Schulden im Mittelpunkt. Der kommt nicht selten verunsichert und ängstlich, manchmal auch resigniert, in die Beratung. Da gilt es, für Stabilität zu sorgen. Denn wer sich aus dem Schuldenstrudel befreien will, der braucht Mut und Zuversicht.

Und er muss den Kopf frei haben für die nächsten Schritte. Das sind meistens existenzsichernde Maßnahmen: Sind Miete und Strom bezahlt? Hat die Familie genug Geld zum Leben? Auch die Kinder bei der Ex-Partnerin mit ihren Unterhaltsansprüchen? Könnten vielleicht noch Ansprüche auf Sozialleistungen bestehen? Wie kann das notwendigste Einkommen vor Pfändungen geschützt werden? Wie wie lässt es sich noch steigern? Welche Kosten lassen sich durch sinnvolle Haushaltsplanung und sparsames Wirtschaften senken?

Die vielen spezialisierten Informationen gehören zum Handwerkszeug der Berater. Dafür haben sie zusätzlich zu ihrer Ausbildung als Sozialarbeiter Zertifikatskurse zur Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung absolviert. Und das verständnisvolle Einfühlen zählt zu ihrer Grundhaltung. Sie wissen, allein die Tatsache, dass sie in vielen Fällen deutlich machen können, dass sich die scheinbar unlösbaren Probleme doch lösen lassen, gibt den Menschen Kraft. Kraft, um neue Schulden zu verhindern. Kraft, um mit Hilfe der Berater die oftmals zahlreichen Gläubiger ausfindig zu machen und deren Forderungen erfassen zu können. Kraft, um Regulierungspläne zu entwickeln…

Restschuldbefreiung als Chance zum Neubeginn

Für letzteres fehlt oft das Geld. Denn die Schuldnerberater begleichen keine offenen Rechnungen, und neun von zehn Ratsuchenden müssen mit einem Einkommen auskommen, das geradeso das Existenzminimum sichert. Dennoch versuchen die Berater zwischen Gläubigern und Schuldnern zu vermitteln. Sie wollen eine für beide Seiten realistische und tragbare Lösung erreichen.

Bei perspektivlosen Überschuldungssituationen bleibt als letzter Ausweg oft nur der Weg in die Verbraucherinsolvenz. Das ist ein sehr komplexes gerichtliches Verfahren, in dem einerseits die Gläubigerinteressen bestmöglich berücksichtigt werden, und andererseits dem Schuldner nach spätestens sechs Jahren die verbleibenden Schulden erlassen werden können. Seit Einführung der Insolvenzordnung 1999 berät der Caritasverband Meißen e. V. als staatlich anerkannte Beratungsstelle über die umfangreichen Regelungen und unterstützt beim Ausfüllen der Anträge.

Schuldnerberatung wirkt

Die Menschen, die die Berater über einen längeren Zeitraum begleitet hat, bestätigen, dass sie sich gut informiert fühlen, dass sie mutiger und selbstbewusster mit ihrer Situation umgehen können, dass sie positiver in die Zukunft blicken und eine gute Lösung für ihr Problem gefunden haben. Das entspricht den Zielen der Schuldnerberatung. Ihre Nutzer und ihre Familien sollen durch die Beratung ihren Lebensunterhalt sichern und neue Lebensperspektiven eröffnen können.