Der Vorstand des Caritasverbandes Meißen e.V. hat beschlossen, die Kurberatung zum 30. Juni zu beenden. Bereits begonnene Beratungen führt die Mitarbeiterin bis Juni fort. Neue Kuranträge können ab April nicht mehr über die Caritas gestellt werden.

„Es fällt uns nicht leicht, dieses Angebot für Mütter, Väter und pflegende Angehörige einzustellen,“ betont Geschäftsführerin Astrid Winkler. Seit 1994 hilft die Caritas in Meißen bei der Beantragung von Vorsorge- und Rehabilitationskuren und vermittelt Plätze in Einrichtungen des Müttergenesungswerkes. In den vergangenen 27 Jahren hat der Verband dafür erhebliche Eigenmittel bereit gestellt und immer wieder auf eine entsprechende Refinanzierung seiner Vorbereitung und Nachsorge der stationären medizinischen Maßnahmen gehofft. Auf Dauer kann er die erforderlichen Gelder angesichts des wachsenden organisatorischen Aufwands und der stetig steigenden Kosten nicht aufbringen. Zudem veränderte sich die Rolle der Beratungsstelle im Antragsverfahren und in der Vermittlung von Kurplätzen.

Der Ausstieg aus der Kurberatung erfolgt bis zum Juni, weil er zu diesem Zeitpunkt für keine der Mitarbeitenden des Caritasverbandes zum Verlust des Arbeitsplatzes oder zu Stellenreduzierungen führt.

„Auch ohne die Kurberatung bleibt die Unterstützung für Familien eines unserer Tätigkeitsschwerpunkte“, unterstreicht Astrid Winkler. „Dafür sind wir weiterhin mit unserer Sozialberatung, den erzieherischen Hilfen und mit der Elternarbeit unserer Kinderhäuser im Einsatz.“ Für pflegende Angehörige hält der Verband zudem weiterhin umfangreiche Entlastungsangebote bereit.

Caritas Meißen wird die Kurberatung beenden