Die Bundesregierung hat die Pfändungsfreigrenzen zum 1. Juli turnusmäßig angepasst. Auf Pfändungsschutzkonten verbleiben dann rund 74 Euro mehr als bisher für den Lebensunterhalt. Der Pfändungsfreibetrag steigt auf 1.252,64 Euro. Die Kreditinstitute berücksichtigen die neuen Tabellenwerte von selbst.

Wenn aber vom Einkommen auf dem gepfändeten Konto auch Angehörige leben müssen, dann sollten die Inhaber aktiv werden. Mit einer entsprechenden Bescheinigung können weitere Freibeträge beispielsweise für Kinder und Eheleute eingeräumt werden, um auch deren Existenzgrundlage zu sichern. Die Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstelle der Caritas ist berechtigt, solche Bescheinigungen auszustellen.

Manchmal reicht dieser Freibetrag noch immer nicht aus, um zum Beispiel über Nachzahlungen von Sozialleistungen, pfändungsfreie Zuschläge oder Geld für hohe berufliche Fahrtkosten auf dem Konto verfügen zu können. Dann berät und unterstützt die Caritas auch bei darüber hinaus gehenden Pfändungsschutzanträgen.

Angepasst wurde ebenfalls der Selbstbehalt bei Lohnpfändungen. Ab 2022 wird dies jährlich statt wie bisher aller zwei Jahre geschehen.

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Schuldnern verbleibt mehr Geld zum Leben