Der Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen e.V.  veröffentlichte am 02.12.2021 folgende Medieninformation:

Die Caritas-Träger von Kindertageseinrichtungen haben die derzeitige Corona-Politik der Landesregierung kritisiert. Die Rahmenbedingungen für den Betrieb seien nicht geklärt, sagt die zuständige Abteilungsleiterin im Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen, Mechthild Gatter. „Es gibt keine Regelungen für den Notbetrieb, für die Erstattung der Elternbeiträge oder für die Tests von Kindern einschließlich der Kostenübernahme.“

Die Caritas-Träger sprechen sich deutlich gegen eine Schließung der Kindertagesstätten aus. Mit Blick auf die Entwicklungschancen von Kindern sei der Besuch einer Einrichtung wichtig, erklärt Gatter. „Derzeit wird aber die Verantwortung auf die Träger und Einrichtungsleiter abgewälzt. Geklärt werden muss auch, ob die Berufsgruppen für die Berechtigung des Notbetriebes erweitert können. Auf Anfragen reagieren die Gesundheitsämter und das Landesjugendamt nicht.“ Die Einrichtungen seien nicht nur auf kooperative Eltern, sondern auch auf eine verlässliche Finanzierung angewiesen.

Erzieher_innen müssen sich impfen lassen

Weiterhin ruft die Caritas alle Erzieher_innen auf, sich dringend impfen zu lassen. Eine Impfpflicht dürfe sich nicht auf Pflegekräfte und Ärzt_innen beschränken, sondern müsse Beschäftigte aller Einrichtungen umfassen, die engen Kontakt zu vulnerablen Gruppen haben, sagte der Caritasdirektor Matthias Mitzscherlich. „Die Impfung von Erzieherinnen und Erziehern ist besonders wichtig, da Kinder unter fünf Jahren noch nicht geimpft werden können. Das hat auch mit Verantwortung gegenüber dem Nächsten zu tun.“

Caritas: Kitas nicht schließen, sondern Rahmenbedingungen klären